Hilfe - W6 N 6000 - Anwendungshilfen

Oft sind es nur Kleinigkeiten, die zu einem schlechten Nahtbild oder Nähproblemen (Fadenreißen, Schlaufen, Blockieren, Haken etc.) führen.
W6 Wertarbeit stellt Ihnen gern folgende Hilfestellung zur Verfügung. Bitte arbeiten Sie diese einmal in Ruhe systematisch und genau in der Reihenfolge 1-8 durch, da diese aufeinander aufbauen.

1. Läuft das Garn gut ab?

  • Vor jedem Garnrollenwechsel den Oberfaden vor Position „1“ an der Maschine in Höhe des Garnrollenstoppers abschneiden. Dann den Oberfaden langsam hinter der Nadel herausziehen.
  • Bei diesem Vorgang muss der Nähfuß oben stehen, so dass die Fadenkanäle geöffnet sind. Fehlbedienungen führen zu Einkerbungen in der Fadengeberverkleidung. Bei Nichtbeachtung kann der Oberfaden von Zeit zu Zeit ohne erkennbaren Grund blockieren.
  • Den kleinen Garnrollenstopper (Fadenabziehscheibe) wirklich ganz dicht vor die liegende Garnrolle stecken, damit das Garn nicht blockiert oder der Faden reißt.
  • Hilfe-computer-1
  • Vor jedem neuen Nähstart den Ober- und den Unterfaden nach links zur Seite herausziehen. Das Garn muss immer flüssig und ohne Blockaden ablaufen. Dieser Tipp muss beim Nähen und Sticken beachtet werden!

Prüfen der Garnqualität

Flust oder reißt Ihr Garn sehr schnell? Dann liegt es an der schlechten Garnqualität oder das Garn ist alt (überlagert). Schlechtes Garn beschädigt langfristig die Fadenspannung Ihrer Nähmaschine.

  • Garnqualität prüfen: mit Daumen- und Zeigefingernagel gleichzeitig kräftig am Garn ziehen.
  • Hilfe-mechanisch-1
  • Je mehr Garn sich aufrollt, umso schlechter ist die Garnqualität. Ist Ihr Garn von guter Qualität aber hakt dennoch beim Ablauf, dann sollten Sie die Garnrolle einmal umdrehen. Das ist sehr hilfreich, wenn Ihr Garn vom Hersteller falsch gekont wurde (d. h. das Garn wurde nicht richtig aufgewickelt und läuft hierdurch nicht flüssig ab).

2. Der externe Garnrollenhalter

Ist Ihr Garn von guter Qualität, hakt aber dennoch beim Ablauf und reißt permanent?
Dann sollten Sie den externen Garnrollenhalter verwenden, der auf die Aufspulautomatik gesetzt wird.

Hilfe-computer-2

Der externe Garnrollenhalter ist auch hilfreich, wenn sich Garn in der Scheibe des waagerechten Garnrollenhalters verfängt. Ggf. die Garnrolle auf dem Garnrollenhalter umdrehen. Das kann zu einem besseren Fadenlauf führen.

3. Eine neue Nadel einsetzen

Um mit der Fehlersuche fortzufahren empfiehlt es sich aus unserer langjährigen Erfahrung, einfach eine neue Nadel von W6 WERTARBEIT oder Organ einzusetzen.

  • Die Nadel muss bis zum Anschlag in den Nadelhalter gesetzt werden.
  • Die flache Seite Ihrer Nähmaschinennadel muss hierbei nach hinten zeigen. 
  • Wählen Sie eine passende Nadel von W6 WERTARBEIT oder Organ zu Ihrem Stoff.

Lässt Ihre Maschine im Stoff Stiche aus?

  • Für elastische Stoffe oder auch WebWare empfehlen wir Ihnen die Verwendung von SuperStretch-Nadeln der Stärke 90 von W6 WERTARBEIT oder Organ.
  • Bei stark wellenden Stoffen Stickklebevlies zum Fixieren verwenden.
  • Jeansnadeln sollten nur bei dicken, festen Stoffen verwendet werden.
  • Verwenden Sie zum Nähen von Jersey-Stoffen mit Kunstfaseranteil (dieses sind heute über 95 % der verkauften Jerseys) stets SuperStretch-Nadeln 90. Jersey-Nadeln sind für diese Stoffe nicht geeignet.
  • Eine unpassende oder beschädigte Nadel führt zu Fehlstichen und beschädigt Ihre Stichplatte und den Spulenträger.

4 a) Unterfadenspule korrekt einlegen

Beim Einlegen der Unterfadenspule die Spule in die linke Hand nehmen. Der Unterfaden muss auf der linken Seite der Spule herunterfallen.
Die Spule wird dann in den schwarzen Spulenhalter gelegt.

Hilfe-computer-3   Hilfe-computer-4

Der rechte Daumen/Zeigefinger drückt die Spule fest herunter, so dass die Spule sich nicht mehr bewegen kann. Der Faden muss straff in die Fadenspannung eingefädelt werden. Wichtig: der Faden produziert zwischen 6 und 7 und zwischen 9 und 10 Uhr (wenn Sie eine Armbanduhr daneben halten) mehrere akustische Geräusche beim Einrasten in die Fadenspannung.

4 b) Oberfaden korrekt einfädeln

Nähbildprobleme treten auf, wenn der Oberfaden nicht richtig eingefädelt ist. Stellen Sie sicher, dass Sie in der obersten Nadelposition einfädeln und der Nähfuß oben ist.

  • Hierfür immer die Nadel-Hoch-Tief-Taste drücken, um die Nadel in die höchste Position zu bringen.
  • Niemals mit dem Handrad die Nadel in die höchste Position bringen.
  • Die Garnrolle (Qualitätsgarn wie z. B. W6- bzw. Amann-Garn) oben an der Maschine mit der rechten Hand festhalten. Mit der linken Hand das Oberfadengarn straff in die Fadenspannung durch die gekennzeichneten Einfädelpunkte 1 - 6 der Maschine einziehen.
  • Den Oberfaden von vorne nach hinten durch die Nadel einfädeln, ggf. den Nadeleinfädler verwenden.
  • Fehlbedienungen führen zu Einkerbungen in der verdeckt laufenden Fadengeberverkleidung.
  • Erst nach dem Durchführen der vorangegangenen Punkte einfädeln.
  • Tipp 1: Ist der Nähfuß oben, ist die Fadenspannung geöffnet und somit ohne Funktion. Der Oberfaden sollte sich nun ohne Probleme ca. 15 cm nach links außen ziehen lassen.
  • Tipp 2: Ist der Nähfuß unten, ist die Fadenspannung aktiviert. Den Oberfaden ca. 15 cm nach links außen ziehen. Sie sollten nun einen deutlichen Widerstand beim Oberfaden spüren. Das Garn lässt sich schwer ziehen.

Stockt der Fadenablauf, verwenden Sie den externen Garnrollenhalter (s. Punkt 2) oder drehen Sie die Garnrolle einmal um bzw. probieren eine andere Markengarnrolle aus, z. B. W6-Garn. Auch eine zu dünne Nadel kann die Ursache für einen schlechten Fadenlauf sein.

4 c) Unterfaden hoch holen

  • Das Oberfadenende nach links weg halten. Mit der linken Hand das Handrad langsam zur eigenen Nase nach vorne drehen und prüfen, ob der Faden am Spulenträger hakt oder blockiert.
  • Blockiert der Faden am Spulenträger, kann hier eine Beschädigung vorliegen (siehe Punkt 5b).
  • Die Nadel-Hoch-Tief-Taste betätigen, der Unterfaden kommt ohne Probleme nach oben.
  • Immer als letzten Handgriff die Plastikabdeckung des Greifers auflegen (Spulenabdeckung einklicken lassen).

5 a) Greifersystem kontrollieren und reinigen

Eine bebilderte Pflegeanleitung finden Sie auf unserer W6 WERTARBEIT-Seite unter Hilfe.

5 b) Überprüfung der Stichplatte

  • Die Stichplatte mit dem kleinen flachen Metallschraubendreher (Zubehör) abschrauben.
  • Sollten auf der Stichplatte Kratzer, Einkerbungen oder ein Grat vorhanden sein, müssen diese geglättet werden.
  • Bitte alle Unebenheiten mit einem feinen Schmirgelpapier, z. B. 800er sorgfältig glätten.
  • Hilfe-mechanisch-2
  • Ist die Stichplatte zu stark beschädigt, muss diese ausgetauscht werden. Ersatzteile finden Sie auf der W6 WERTARBEIT-Seite unter Ersatzteile.

5 c) Spulenträger prüfen

  • Den schwarzen Spulenträger mit der Kunststoffspule herausnehmen. Auf Nadeleinschläge und Beschädigungen prüfen.
  • Nadeleinschläge oder Unebenheiten mit feinem 800er Schmirgelpapier glatt schmirgeln.
  • Auf der rechten Randseite des schwarzen Spulenträgers (5 Uhr, wenn Sie sich eine Armbanduhr daneben halten) befindet sich eine Art "Plastik-Nase".
  • Diese "Nase" muss vor dem fest installierten nachgebenden Metallstück liegen.
  • Hilfe-2000-1   Hilfe-2000-2
  • Den Spulenträger wieder richtig einsetzen.
  • Eine sauber aufgespulte W6 Original Kunststoffspule in den schwarzen Spulenträger einsetzen.
  • Das heißt: Die Unterfaden-Kunststoffspule in die linke Hand zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, der Unterfaden muss auf der linken Seite herunterfallen!
  • Die Unterfaden-Kunststoffspule nun in den Spulenträger hinein legen und mit dem rechten Zeigefinger fixieren. Den Unterfaden mit der linken Hand durch die 2 Metallschlitze auf der linken Seite des schwarzen Spulenträgers (Bereich zwischen 7 und 9 Uhr, wenn Sie eine Armbanduhr daneben halten) nach hinten ziehen.
  • Die Metall Stichplatte noch nicht einbauen, damit die direkte Sichtkontrolle auf den schwarzen Spulenträger möglich bleibt.
  • Den vollständig eingefädelte Oberfaden mit der linken Hand sehr stramm halten.
  • Mit der rechten Hand das Handrad langsam zur eigenen Nase nach vorne drehen und prüfen, ob der Oberfaden flüssig unter dem schwarzen Spulenträger lang läuft.
  • Richtung Metalltransporteur findet die Verschlaufung von Ober- und Unterfaden statt.
  • Hakt ein Faden im Bereich des schwarzen Spulenträgers (meist im Bereich 3-7 Uhr, wenn Sie eine Armbanduhr daneben halten)?
  • Dann liegt hier ein unentdeckter Nadeleinschlag vor. Tipp: wegschmirgeln oder neuen Spulenträger erwerben (Ersatzteile auf der W6 Wertarbeit Seite).
  • Hilfe-2000-3
  • Ist der Spulenträger zu stark beschädigt oder schleift, dann muss dieser ausgetauscht werden (Ersatzteile auf der W6 Wertarbeit Seite).

Positionswechsel der Nadel prüfen

  • Zick-Zack-Stich einstellen.
  • Beim Programmwechsel vom Geradstich zum Zick-Zack-Stich muss sich die Nadel deutlich bewegen.

Stichplatte montieren

  • Jetzt die Stichplatte wieder auflegen. Über die zwei Schrauben die Stichplatte fixieren.
  • Die Nähmaschine im Geradstich probenähen (Stichlänge 3,0 einstellen).

6. Kunststoffspulen richtig aufspulen

Beachten Sie, dass Ihre Nähmaschine nur mit einem gut aufgespulten Unterfaden eine korrekte Naht bilden kann. Knötchen oder einseitig gespulte Unterfadenspulen führen zu Beschädigungen des Greifers. Achten Sie auf den richtigen Einfädelweg, wenn Sie Ihre Unterfadenspule aufspulen.
Schauen Sie hierzu nochmal in Ihre Bedienungsanleitung.

Hilfe-computer-5 Hilfe-computer-6 Hilfe-mechanisch-4

 

7. Stichlängen-Einstellungen überprüfen

Stichlängen beim Geradstich anpassen

  • Stichlänge ca. 3 für normale Stoffdicke bei Baumwolle z. B Geschirrhandtuch
  • Stichlänge ca. 4 für dickere Stoffe z.B. Jeans
  • Stichlänge ca. 2,5 für dünne Stoffe z. B. Organza

Tipp: Wenn Sie eine zu geringe Stichlänge wählen, kann die Maschine blockieren, sich festnähen, den Stoff in die Stichplatte einziehen, die Stichplatte und das Greifersystem beschädigen.

8a) Fadenspannung prüfen

Haben Sie das Gefühl, die Stiche sind zu locker oder unsauber?
Überprüfen Sie die Fadenspannung.

  • Programm Zick-Zack einstellen.
  • Stichbreite 3,5, Stichlänge 2,5
  • Immer auf einem doppelt gefalteten Baumwoll-Geschirrhandtuch den Zick-Zack Stich nähen.
  • Auf der Unterseite des Stoffes dürfen Punkte an den äußeren Spitzen des Zick-Zack Stiches zu sehen sein.
  • In unserem Beispiel haben wir für den Oberfaden die Farbe „blau“ gewählt, für den Unterfaden die Farbe „rot“ verwendet.
  • Wenn auf der Rückseite des Stoffes der Zick-Zack Stich (in der Farbe rot) gleichmäßig ist, sehen Sie auf der äußeren Zick-Zack- Spitze jeweils einen kleinen blauen Punkt des Oberfadens.
  • Hilfe-mechanisch-8
  • Wenn die Nähprobe wie in unserer Abbildung aussieht ist die Fadenspannung Ihrer W6 richtig eingestellt
  • Sollte die Nähmaschine bei Ihrem Stoff Fehlstiche produzieren, verwenden Sie eine SuperStretch-Nadel in Stärke 90 von W6 WERTARBEIT oder Organ in Verbindung mit einem elastischem Programm.
  • Wellt Ihr Stoff? Dann legen Sie Stickvlies unter den Stoff und/oder reduzieren Sie die Stichbreite.

8b) Die Fadenspannung ist zu locker?

  • Entfernen Sie die Metall-Stichplatte.
  • Nehmen Sie dann den schwarzen Spulenträger aus der W6 Nähmaschine heraus.
  • Die kleine Schlitzschraube, die sich am schwarzen Spulenträger befindet, etwas nach rechts drehen, max. bis zu einer Viertel Umdrehung (7 Uhr auf der Armbanduhr).
  • Die Korrektur mit den oben genannten Zick-Zack-Einstellungen nochmals prüfen.

 

Tipps zur Stickeinheit 130 mm x 200 mm (optional erhältlich bei W6)

  • Markennadeln verwenden z. B. SuperStretch-Nadeln 90 von W6 WERTARBEIT oder Organ (sticken mit kleineren Nadelstärken wie 70er Stärken lassen keinen sauberen Garnablauf zu.
  • Nur Qualitätsgarn verwenden z. B. Garn von W6 WERTARBEIT oder Amann (nur bei uns 1000 m für 2,99 €). Schlechtes Garn verflust die Fadenspannung auf Dauer und beschädigt diese.
  • Stickklebevlies für den Rahmen verwenden, dieses immer stramm und fest einspannen (Trommeleffekt).
  • Bei flusigen Stoffen, Frottee, elastischen Stoffen zusätzlich wasserlösliches Vlies auf das Stickmotiv legen.
  • Fadenspannung nicht unter 0,4 reduzieren.
  • Nach jedem Garnwechsel die Nadel-Hoch-Tief-Taste betätigen, damit die Fadenkanäle für den inneren (für Sie nicht sichtbaren) Einfädelvorgang korrekt stehen.
  • Überprüfen Sie den leichtgängigen Garn-Fadenlauf, in dem Sie den Ober- und den Unterfaden gleichzeitig nach links außen ziehen.

Fehlerquellen:
Ist die Nadel abgebrochen?
Dann ist diese eventuell abgenutzt oder Sie haben eine zu geringe Stichlänge gewählt.

Sind Einschläge im Greifersystem oder Spulenträger vorhanden?
Bitte gehen Sie Punkt 5 dieser Anwendungshilfen einmal genau durch.

Wenn die Fadenspannung beim Sticken nicht richtig funktioniert, dann kann auch das Stickbild nicht korrekt verlaufen. Bitte gehen Sie Punkt 8 dieser Anwendungshilfen einmal genau durch.

Bitte arbeiten Sie auf jeden Fall mit Ihrer W6-Nähmaschine alle aufgeführten Anwendungspunkte in der vorgegebenen Reihenfolge systematisch ab, weil diese aufeinander aufbauen.

Wenn der Nähbereich fehlerfrei funktioniert und dennoch ein fehlerhaftes Stickbild entsteht z. B. bei einer Stickdatei aus dem Internet, bitten wir Sie, den Namen Anna zu sticken und die Kirsche Nr. 131 oder Sonnenblume aus dem Motivspeicher der Stickeinheit. Werden diese Motive fehlerfrei gestickt, arbeitet das W6 Gerät einwandfrei. Eventuell muss dann die Stickdichte auf Ihr zu bestickendes Material (Frottee, Jersey, Sweat, Baumwolle, etc.) der aus dem Internet geladenen Datei durch eine W6 Sticksoftware angepasst werden.
 
Allgemein können wir Ihnen folgenden Tipp geben: Unsere Vielnäher kommen einmal im Jahr mit ihrer Maschine zu uns zur Inspektion. Sonst empfehlen wir eine regelmäßige Wartung alle 2-4 Jahre, je nachdem, wie stark Sie Ihre W6 Wertarbeit beanspruchen. Bitte nehmen Sie mit uns hierzu per Mail Kontakt auf.

Oft sind es nur Kleinigkeiten, die zu einem schlechten Nahtbild oder Nähproblemen (Fadenreißen, Schlaufen, Blockieren, Haken etc.) führen. W6 Wertarbeit stellt Ihnen gern folgende Hilfestellung... mehr erfahren »
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Hilfe - W6 N 6000 - Anwendungshilfen

Oft sind es nur Kleinigkeiten, die zu einem schlechten Nahtbild oder Nähproblemen (Fadenreißen, Schlaufen, Blockieren, Haken etc.) führen.
W6 Wertarbeit stellt Ihnen gern folgende Hilfestellung zur Verfügung. Bitte arbeiten Sie diese einmal in Ruhe systematisch und genau in der Reihenfolge 1-8 durch, da diese aufeinander aufbauen.

1. Läuft das Garn gut ab?

  • Vor jedem Garnrollenwechsel den Oberfaden vor Position „1“ an der Maschine in Höhe des Garnrollenstoppers abschneiden. Dann den Oberfaden langsam hinter der Nadel herausziehen.
  • Bei diesem Vorgang muss der Nähfuß oben stehen, so dass die Fadenkanäle geöffnet sind. Fehlbedienungen führen zu Einkerbungen in der Fadengeberverkleidung. Bei Nichtbeachtung kann der Oberfaden von Zeit zu Zeit ohne erkennbaren Grund blockieren.
  • Den kleinen Garnrollenstopper (Fadenabziehscheibe) wirklich ganz dicht vor die liegende Garnrolle stecken, damit das Garn nicht blockiert oder der Faden reißt.
  • Hilfe-computer-1
  • Vor jedem neuen Nähstart den Ober- und den Unterfaden nach links zur Seite herausziehen. Das Garn muss immer flüssig und ohne Blockaden ablaufen. Dieser Tipp muss beim Nähen und Sticken beachtet werden!

Prüfen der Garnqualität

Flust oder reißt Ihr Garn sehr schnell? Dann liegt es an der schlechten Garnqualität oder das Garn ist alt (überlagert). Schlechtes Garn beschädigt langfristig die Fadenspannung Ihrer Nähmaschine.

  • Garnqualität prüfen: mit Daumen- und Zeigefingernagel gleichzeitig kräftig am Garn ziehen.
  • Hilfe-mechanisch-1
  • Je mehr Garn sich aufrollt, umso schlechter ist die Garnqualität. Ist Ihr Garn von guter Qualität aber hakt dennoch beim Ablauf, dann sollten Sie die Garnrolle einmal umdrehen. Das ist sehr hilfreich, wenn Ihr Garn vom Hersteller falsch gekont wurde (d. h. das Garn wurde nicht richtig aufgewickelt und läuft hierdurch nicht flüssig ab).

2. Der externe Garnrollenhalter

Ist Ihr Garn von guter Qualität, hakt aber dennoch beim Ablauf und reißt permanent?
Dann sollten Sie den externen Garnrollenhalter verwenden, der auf die Aufspulautomatik gesetzt wird.

Hilfe-computer-2

Der externe Garnrollenhalter ist auch hilfreich, wenn sich Garn in der Scheibe des waagerechten Garnrollenhalters verfängt. Ggf. die Garnrolle auf dem Garnrollenhalter umdrehen. Das kann zu einem besseren Fadenlauf führen.

3. Eine neue Nadel einsetzen

Um mit der Fehlersuche fortzufahren empfiehlt es sich aus unserer langjährigen Erfahrung, einfach eine neue Nadel von W6 WERTARBEIT oder Organ einzusetzen.

  • Die Nadel muss bis zum Anschlag in den Nadelhalter gesetzt werden.
  • Die flache Seite Ihrer Nähmaschinennadel muss hierbei nach hinten zeigen. 
  • Wählen Sie eine passende Nadel von W6 WERTARBEIT oder Organ zu Ihrem Stoff.

Lässt Ihre Maschine im Stoff Stiche aus?

  • Für elastische Stoffe oder auch WebWare empfehlen wir Ihnen die Verwendung von SuperStretch-Nadeln der Stärke 90 von W6 WERTARBEIT oder Organ.
  • Bei stark wellenden Stoffen Stickklebevlies zum Fixieren verwenden.
  • Jeansnadeln sollten nur bei dicken, festen Stoffen verwendet werden.
  • Verwenden Sie zum Nähen von Jersey-Stoffen mit Kunstfaseranteil (dieses sind heute über 95 % der verkauften Jerseys) stets SuperStretch-Nadeln 90. Jersey-Nadeln sind für diese Stoffe nicht geeignet.
  • Eine unpassende oder beschädigte Nadel führt zu Fehlstichen und beschädigt Ihre Stichplatte und den Spulenträger.

4 a) Unterfadenspule korrekt einlegen

Beim Einlegen der Unterfadenspule die Spule in die linke Hand nehmen. Der Unterfaden muss auf der linken Seite der Spule herunterfallen.
Die Spule wird dann in den schwarzen Spulenhalter gelegt.

Hilfe-computer-3   Hilfe-computer-4

Der rechte Daumen/Zeigefinger drückt die Spule fest herunter, so dass die Spule sich nicht mehr bewegen kann. Der Faden muss straff in die Fadenspannung eingefädelt werden. Wichtig: der Faden produziert zwischen 6 und 7 und zwischen 9 und 10 Uhr (wenn Sie eine Armbanduhr daneben halten) mehrere akustische Geräusche beim Einrasten in die Fadenspannung.

4 b) Oberfaden korrekt einfädeln

Nähbildprobleme treten auf, wenn der Oberfaden nicht richtig eingefädelt ist. Stellen Sie sicher, dass Sie in der obersten Nadelposition einfädeln und der Nähfuß oben ist.

  • Hierfür immer die Nadel-Hoch-Tief-Taste drücken, um die Nadel in die höchste Position zu bringen.
  • Niemals mit dem Handrad die Nadel in die höchste Position bringen.
  • Die Garnrolle (Qualitätsgarn wie z. B. W6- bzw. Amann-Garn) oben an der Maschine mit der rechten Hand festhalten. Mit der linken Hand das Oberfadengarn straff in die Fadenspannung durch die gekennzeichneten Einfädelpunkte 1 - 6 der Maschine einziehen.
  • Den Oberfaden von vorne nach hinten durch die Nadel einfädeln, ggf. den Nadeleinfädler verwenden.
  • Fehlbedienungen führen zu Einkerbungen in der verdeckt laufenden Fadengeberverkleidung.
  • Erst nach dem Durchführen der vorangegangenen Punkte einfädeln.
  • Tipp 1: Ist der Nähfuß oben, ist die Fadenspannung geöffnet und somit ohne Funktion. Der Oberfaden sollte sich nun ohne Probleme ca. 15 cm nach links außen ziehen lassen.
  • Tipp 2: Ist der Nähfuß unten, ist die Fadenspannung aktiviert. Den Oberfaden ca. 15 cm nach links außen ziehen. Sie sollten nun einen deutlichen Widerstand beim Oberfaden spüren. Das Garn lässt sich schwer ziehen.

Stockt der Fadenablauf, verwenden Sie den externen Garnrollenhalter (s. Punkt 2) oder drehen Sie die Garnrolle einmal um bzw. probieren eine andere Markengarnrolle aus, z. B. W6-Garn. Auch eine zu dünne Nadel kann die Ursache für einen schlechten Fadenlauf sein.

4 c) Unterfaden hoch holen

  • Das Oberfadenende nach links weg halten. Mit der linken Hand das Handrad langsam zur eigenen Nase nach vorne drehen und prüfen, ob der Faden am Spulenträger hakt oder blockiert.
  • Blockiert der Faden am Spulenträger, kann hier eine Beschädigung vorliegen (siehe Punkt 5b).
  • Die Nadel-Hoch-Tief-Taste betätigen, der Unterfaden kommt ohne Probleme nach oben.
  • Immer als letzten Handgriff die Plastikabdeckung des Greifers auflegen (Spulenabdeckung einklicken lassen).

5 a) Greifersystem kontrollieren und reinigen

Eine bebilderte Pflegeanleitung finden Sie auf unserer W6 WERTARBEIT-Seite unter Hilfe.

5 b) Überprüfung der Stichplatte

  • Die Stichplatte mit dem kleinen flachen Metallschraubendreher (Zubehör) abschrauben.
  • Sollten auf der Stichplatte Kratzer, Einkerbungen oder ein Grat vorhanden sein, müssen diese geglättet werden.
  • Bitte alle Unebenheiten mit einem feinen Schmirgelpapier, z. B. 800er sorgfältig glätten.
  • Hilfe-mechanisch-2
  • Ist die Stichplatte zu stark beschädigt, muss diese ausgetauscht werden. Ersatzteile finden Sie auf der W6 WERTARBEIT-Seite unter Ersatzteile.

5 c) Spulenträger prüfen

  • Den schwarzen Spulenträger mit der Kunststoffspule herausnehmen. Auf Nadeleinschläge und Beschädigungen prüfen.
  • Nadeleinschläge oder Unebenheiten mit feinem 800er Schmirgelpapier glatt schmirgeln.
  • Auf der rechten Randseite des schwarzen Spulenträgers (5 Uhr, wenn Sie sich eine Armbanduhr daneben halten) befindet sich eine Art "Plastik-Nase".
  • Diese "Nase" muss vor dem fest installierten nachgebenden Metallstück liegen.
  • Hilfe-2000-1   Hilfe-2000-2
  • Den Spulenträger wieder richtig einsetzen.
  • Eine sauber aufgespulte W6 Original Kunststoffspule in den schwarzen Spulenträger einsetzen.
  • Das heißt: Die Unterfaden-Kunststoffspule in die linke Hand zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, der Unterfaden muss auf der linken Seite herunterfallen!
  • Die Unterfaden-Kunststoffspule nun in den Spulenträger hinein legen und mit dem rechten Zeigefinger fixieren. Den Unterfaden mit der linken Hand durch die 2 Metallschlitze auf der linken Seite des schwarzen Spulenträgers (Bereich zwischen 7 und 9 Uhr, wenn Sie eine Armbanduhr daneben halten) nach hinten ziehen.
  • Die Metall Stichplatte noch nicht einbauen, damit die direkte Sichtkontrolle auf den schwarzen Spulenträger möglich bleibt.
  • Den vollständig eingefädelte Oberfaden mit der linken Hand sehr stramm halten.
  • Mit der rechten Hand das Handrad langsam zur eigenen Nase nach vorne drehen und prüfen, ob der Oberfaden flüssig unter dem schwarzen Spulenträger lang läuft.
  • Richtung Metalltransporteur findet die Verschlaufung von Ober- und Unterfaden statt.
  • Hakt ein Faden im Bereich des schwarzen Spulenträgers (meist im Bereich 3-7 Uhr, wenn Sie eine Armbanduhr daneben halten)?
  • Dann liegt hier ein unentdeckter Nadeleinschlag vor. Tipp: wegschmirgeln oder neuen Spulenträger erwerben (Ersatzteile auf der W6 Wertarbeit Seite).
  • Hilfe-2000-3
  • Ist der Spulenträger zu stark beschädigt oder schleift, dann muss dieser ausgetauscht werden (Ersatzteile auf der W6 Wertarbeit Seite).

Positionswechsel der Nadel prüfen

  • Zick-Zack-Stich einstellen.
  • Beim Programmwechsel vom Geradstich zum Zick-Zack-Stich muss sich die Nadel deutlich bewegen.

Stichplatte montieren

  • Jetzt die Stichplatte wieder auflegen. Über die zwei Schrauben die Stichplatte fixieren.
  • Die Nähmaschine im Geradstich probenähen (Stichlänge 3,0 einstellen).

6. Kunststoffspulen richtig aufspulen

Beachten Sie, dass Ihre Nähmaschine nur mit einem gut aufgespulten Unterfaden eine korrekte Naht bilden kann. Knötchen oder einseitig gespulte Unterfadenspulen führen zu Beschädigungen des Greifers. Achten Sie auf den richtigen Einfädelweg, wenn Sie Ihre Unterfadenspule aufspulen.
Schauen Sie hierzu nochmal in Ihre Bedienungsanleitung.

Hilfe-computer-5 Hilfe-computer-6 Hilfe-mechanisch-4

 

7. Stichlängen-Einstellungen überprüfen

Stichlängen beim Geradstich anpassen

  • Stichlänge ca. 3 für normale Stoffdicke bei Baumwolle z. B Geschirrhandtuch
  • Stichlänge ca. 4 für dickere Stoffe z.B. Jeans
  • Stichlänge ca. 2,5 für dünne Stoffe z. B. Organza

Tipp: Wenn Sie eine zu geringe Stichlänge wählen, kann die Maschine blockieren, sich festnähen, den Stoff in die Stichplatte einziehen, die Stichplatte und das Greifersystem beschädigen.

8a) Fadenspannung prüfen

Haben Sie das Gefühl, die Stiche sind zu locker oder unsauber?
Überprüfen Sie die Fadenspannung.

  • Programm Zick-Zack einstellen.
  • Stichbreite 3,5, Stichlänge 2,5
  • Immer auf einem doppelt gefalteten Baumwoll-Geschirrhandtuch den Zick-Zack Stich nähen.
  • Auf der Unterseite des Stoffes dürfen Punkte an den äußeren Spitzen des Zick-Zack Stiches zu sehen sein.
  • In unserem Beispiel haben wir für den Oberfaden die Farbe „blau“ gewählt, für den Unterfaden die Farbe „rot“ verwendet.
  • Wenn auf der Rückseite des Stoffes der Zick-Zack Stich (in der Farbe rot) gleichmäßig ist, sehen Sie auf der äußeren Zick-Zack- Spitze jeweils einen kleinen blauen Punkt des Oberfadens.
  • Hilfe-mechanisch-8
  • Wenn die Nähprobe wie in unserer Abbildung aussieht ist die Fadenspannung Ihrer W6 richtig eingestellt
  • Sollte die Nähmaschine bei Ihrem Stoff Fehlstiche produzieren, verwenden Sie eine SuperStretch-Nadel in Stärke 90 von W6 WERTARBEIT oder Organ in Verbindung mit einem elastischem Programm.
  • Wellt Ihr Stoff? Dann legen Sie Stickvlies unter den Stoff und/oder reduzieren Sie die Stichbreite.

8b) Die Fadenspannung ist zu locker?

  • Entfernen Sie die Metall-Stichplatte.
  • Nehmen Sie dann den schwarzen Spulenträger aus der W6 Nähmaschine heraus.
  • Die kleine Schlitzschraube, die sich am schwarzen Spulenträger befindet, etwas nach rechts drehen, max. bis zu einer Viertel Umdrehung (7 Uhr auf der Armbanduhr).
  • Die Korrektur mit den oben genannten Zick-Zack-Einstellungen nochmals prüfen.

 

Tipps zur Stickeinheit 130 mm x 200 mm (optional erhältlich bei W6)

  • Markennadeln verwenden z. B. SuperStretch-Nadeln 90 von W6 WERTARBEIT oder Organ (sticken mit kleineren Nadelstärken wie 70er Stärken lassen keinen sauberen Garnablauf zu.
  • Nur Qualitätsgarn verwenden z. B. Garn von W6 WERTARBEIT oder Amann (nur bei uns 1000 m für 2,99 €). Schlechtes Garn verflust die Fadenspannung auf Dauer und beschädigt diese.
  • Stickklebevlies für den Rahmen verwenden, dieses immer stramm und fest einspannen (Trommeleffekt).
  • Bei flusigen Stoffen, Frottee, elastischen Stoffen zusätzlich wasserlösliches Vlies auf das Stickmotiv legen.
  • Fadenspannung nicht unter 0,4 reduzieren.
  • Nach jedem Garnwechsel die Nadel-Hoch-Tief-Taste betätigen, damit die Fadenkanäle für den inneren (für Sie nicht sichtbaren) Einfädelvorgang korrekt stehen.
  • Überprüfen Sie den leichtgängigen Garn-Fadenlauf, in dem Sie den Ober- und den Unterfaden gleichzeitig nach links außen ziehen.

Fehlerquellen:
Ist die Nadel abgebrochen?
Dann ist diese eventuell abgenutzt oder Sie haben eine zu geringe Stichlänge gewählt.

Sind Einschläge im Greifersystem oder Spulenträger vorhanden?
Bitte gehen Sie Punkt 5 dieser Anwendungshilfen einmal genau durch.

Wenn die Fadenspannung beim Sticken nicht richtig funktioniert, dann kann auch das Stickbild nicht korrekt verlaufen. Bitte gehen Sie Punkt 8 dieser Anwendungshilfen einmal genau durch.

Bitte arbeiten Sie auf jeden Fall mit Ihrer W6-Nähmaschine alle aufgeführten Anwendungspunkte in der vorgegebenen Reihenfolge systematisch ab, weil diese aufeinander aufbauen.

Wenn der Nähbereich fehlerfrei funktioniert und dennoch ein fehlerhaftes Stickbild entsteht z. B. bei einer Stickdatei aus dem Internet, bitten wir Sie, den Namen Anna zu sticken und die Kirsche Nr. 131 oder Sonnenblume aus dem Motivspeicher der Stickeinheit. Werden diese Motive fehlerfrei gestickt, arbeitet das W6 Gerät einwandfrei. Eventuell muss dann die Stickdichte auf Ihr zu bestickendes Material (Frottee, Jersey, Sweat, Baumwolle, etc.) der aus dem Internet geladenen Datei durch eine W6 Sticksoftware angepasst werden.
 
Allgemein können wir Ihnen folgenden Tipp geben: Unsere Vielnäher kommen einmal im Jahr mit ihrer Maschine zu uns zur Inspektion. Sonst empfehlen wir eine regelmäßige Wartung alle 2-4 Jahre, je nachdem, wie stark Sie Ihre W6 Wertarbeit beanspruchen. Bitte nehmen Sie mit uns hierzu per Mail Kontakt auf.

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